Am Donnerstagabend standen 66 Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen im Mittelpunkt, die ihre Spuren an der Grund- und Oberschule Neuenkirchen hinterlassen haben.

Gemeinsam mit ihren Lehrern, Eltern, Großeltern und Geschwistern blickten sie auf die vergangene Schulzeit zurück. Moderiert wurde die Entlassungsfeier von Arne Boschen, welcher die Gäste in diesem Jahr mit Ratschlägen, Lebensweisheiten und Sprichwörtern durch den Abend führte. „Wie du die Welt siehst, hängt von dir selbst ab“. Er ermutigte die Schüler, achtsam durch die Welt zu gehen, wissend, dass jeder von ihnen immer eine Wahl hat. „Tut, für was euer Herz schlägt“.



Auch Frau Pastorin Zerbe griff in ihrer Rede auf ein Bibelzitat zurück: „Prüft aber alles und das Gute behaltet“. Verdeutlicht durch den guten alten Kochlöffel, riet sie den Schülerinnen und Schülern, Mut zu haben, alles kritisch zu hinterfragen und dementsprechend Entscheidungen zu treffen.

„Seid ihr selbst und lasst euch nicht von Trends beeinflussen“, schloss sich Frau Delventhal von der Gemeinde Neuenkirchen ihrer Vorrednerin an.

Herr Schoolmann, Schulelternratsvorsitzender und Elternvertreter der Klasse 10g, lehnte seine Rede ans Bogenschießen an: „Eure Zukunft sei ein gespannter Bogen, ihr seid der Pfeil, der auf das Ziel gerichtet ist. Ihr braucht Federn als Stütze und eine Spitze für den Halt im Ziel. Den nötigen Schwung für einen guten Start ins Berufsleben habt ihr hier bekommen.“

Für die Schulleiterin Frau Helbing haben die Abschlussschüler vor allem durch ihr gutes Miteinander Spuren an der Schule hinterlassen. Sie sei stolz, dass die Abschlussschüler bewiesen hätten, Verantwortung zu übernehmen, z.B. bei ihrem gelungenen Abschlussstreich, als sie über einen gesamten Schulvormittag tolle Bewegungsspiele für alle anderen 19 Klassen angeboten und betreut hatten. Bei aller Anerkennung für den jetzigen Erfolg wies sie die Absolventen darauf hin, dass sie in ihrem künftigen Berufsleben vor Herausforderungen ständen: „Einfache, wiederkehrende Tätigkeiten werden zunehmend von Maschinen oder Robotern ausgeführt. Um beruflichen Erfolg zu haben, sind Eigenschaften wie Flexibilität, Kommunikationsfähigkeit, Einfühlungsvermögen und Teamfähigkeit gefragt.“ Sie sei zuversichtlich, denn vieles davon hätten sie während ihrer Schulzeit trainiert.

Hierfür sprechen auch die Zahlen. So erreichten von den 66 Abschlussschülern 17 den erweiterten Sekundarabschluss I, 20 den Realschulabschluss, 6 den Hauptschulabschluss nach Klasse 10 und 13 den nach Klasse 9, außerdem gab es 8 Förderschulabschlüsse nach Klasse 9.

Auf diese Besonderheit ging Jonas Böhling, Schüler der 9g, in seiner Abschlussrede ein. Er habe sich vor einigen Jahren nicht vorstellen können, heute auf dieser Bühne zu stehen. Dank des „Teams der GOBS“ sei er nun hier und blicke zurück auf eine Schulzeit „mal mit Weinen, mal mit Lachen und immer mit viel Spaß und Unterstützung“.

Sein Dank richtete sich im Besonderen an das Klassenlehrerteam 9g, Frau Witte, Frau Wrigge und die Förderschullehrkraft, Frau Kultscher. Diese sahen sich selbst als Schäfer, immer bemüht, ihre Schäfchen zu schützen und zu lenken. Nun fragen sie sich: „Was wird wohl ohne uns aus ihnen werden? Was wird wohl ohne sie aus uns werden?“

Nach dem traditionellen Auftritt des Lehrerchors mit dem „Irischen Reisesegen“ und einer kurzen Pause folgte die tränenreiche Rede der 10g-Schülerinnen Svenja Lühring und Leonie Hoppe. Unter dem Motto „Es ist Zeit zu gehen“ blickten sie mit einer PowerPoint-Präsentation zurück auf Tests und Klassenfahrten und bedankten sich für das liebe- und respektvolle Verhältnis zwischen Schülern, Eltern, Lehrern und Mitarbeitern der Schule.

Arne Boschen, nun in seiner Funktion als Klassenlehrer der 10g, ließ sechs gemeinsame Jahre Revue passieren und erinnerte an Ausflüge, Konferenzen und Erlebnisse, welche ihre Spuren hinterließen. Er schreibe seiner Klasse einige graue Haare zu, wolle jedoch nicht einen Moment mit seiner Klasse missen.

Als stellvertretender Elternsprecher der Klasse 10e beschrieb Herr Burgwal die Schulzeit als eine Busfahrt mit verschiedenen Ein- und Umstiegsmöglichkeiten. Wurde es während der Fahrt mal holprig, so galt Folgendes: „Wer etwas vermeiden will, sucht Gründe, wer etwas erreichen will, sucht Wege“.

Mit persönlichen Geschenken für ihre Lehrer, einer Präsentation mit vielen Fotos des vergangenen Schuljahres sowie einer Rede verabschiedeten sich Piamarie Wellner und Jasmin Mühlmann aus der Klasse 10e von Lehrern und Mitschülern.

Frau Schrader, Klassenlehrerin der 10e, griff in ihrer Rede das Abschlussmotto ihrer Klasse „Vom Hugo zum Boss“ auf und beschrieb die Entwicklung jedes Schülers. Ihr Fazit: Alle haben sich zum Positiven entwickelt.

Nach der feierlichen Übergabe der Zeugnisse ehrte Frau Helbing folgende Schüler für herausragende Leistungen und ihr Arbeits- und Sozialverhalten:

Bestes Zeugnis:
9g: Cindy Peters (Durchschnitt 2,13)
10g: Leonie Hoppe (Durchschnitt 1,87)
10e: Lea Sophie Rotaug (Durchschnitt 1,13)

Arbeits- und Sozialverhalten:
9g: Jonas Böhling
10g: Lea Schoolmann
10e: Jan Detmers, Jasmin Mühlmann, Jomana Tlok

 

Frau Helbing entließ die Abschlussschüler mit den Worten von Werner v. Siemens:
„Es kommt nicht darauf an, mit dem Kopf durch die Wand zu gehen, sondern mit den Augen die Tür zu finden.“

 

Berit Francke/ Imke Heinemann


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