Sei nunmehr drei Jahren nimmt unsere Schule regelmäßig am Präventionsprogramm "Wölfe im Schafspelz" teil. Es handelt sich dabei um eine Kampagne in Zusammenarbeit mit dem Landkreis SFA, der Polizei und dem Kreispräventionsrat.

 Ziel des Programmes ist es, die Jugendlichen unserer Schule für rechtsextreme Tendenzen und Erscheinungen zu sensibilisieren. Das Programm macht auf neue Formen der Anwerbung durch rechtsextreme Gruppierungen aufmerksam und regt zugleich zur selbstständigen Beschäftigung mit dem Thema an.

Als besondere Belohnung für Klassen, die sich im Rahmen des Programmes mit dieser Thematik auseinandersetzen stellte der Landkreis einen kostenlosen, dreitägigen Aufenthalt auf dem Jugendhof Idingen inklusive einem Sozialkompetenztraining im Hochselklettergarten in Aussicht. Dafür müssen sich die Klassen vorher beim Landkreis mit "ihrem" Programm bewerben.

Kern des Programmes ist der Spielfilm "Platzangst". Der Film erzählt vom 16-jährigen Martin. Er gehört einer rechtsextremistisch orientierten Clique an, die auch an gewalttätigen Konflikten beteiligt ist. Martin verliebt er sich in Marina, die, wie sich herausstellt, Aussiedlerin, also "Russin" ist. Martin muss sich nun entscheiden - Clique oder Freundin ...

Beigefügt ist ein Filmbegleitheft, das Hinweise zum Einsatz des Filmmaterials im Unterricht sowie weiterführende Informationen über aktuelle Erscheinungsformen des Rechtsextremismus enthält. Einige Klassen haben auch mit dem Heft "Rechtsabbieger" gearbeitet.

"Rechtsabbieger. Die unterschätzte Gefahr: Neonazis in Niedersachsen" heißt diese Broschüre, die WESER-KURIER und NDR Info gemeinsam herausgegeben haben. "Rechtsabbieger" klärt über die braune Szene auf, zerrt die Hintermänner an die Öffentlichkeit und zeigt auf, wie die extremistischen Strippenzieher sich in unser aller Alltag schleichen und ihre menschenverachtenden Einstellungen immer weiter verbreiten. Nur wer Rechtsextremismus im Alltag erkennt, kann rechtzeitig gegensteuern. Sie stellt den lokalen Bezug zur Thematik her."

Die Polizei SFA hat uns mit einem Fachmann zum Thema unterstützt. Hr. Möhlmann hat die Klassen sehr gut verständlich durch die komplizierten Zusammenhänge brauner Netzwerke, Bekleidungsmarken und die rechte Musikszene geführt. Es wurden szenetypische Zeichen erklärt, szenerelevante Bekleidungsmarken gezeigt und in die CD´s der verschiedenen rechten Musikband hineingehört.

Vielen Dank dafür!!!

Die Schüler/Innen haben sich in Projekttagen intensiv mit diesen Themen beschäftigt und die Ergebnisse wurden dann in der Schule für die Mitschüler präsentiert.

Den Abschluss bildet in jedem Jahr eine Fahrt in das ehemalige Konzentrationslager Bergen-Belsen, wo den Jugendlich sehr eindrücklich die Auswirkungen von Rechtsextremismus und nationalsozialistischem Gedankengut vor Augen geführt wird.

Hier einige Ergebnisse der Klasse 8R aus dem 2. Halbjahr 2010

 Als "Belohnung" für ihre tollen Arbeiten fuhren die Schüler/Innen der 8R für drei Tage nach Idingen und konnten dort kostenlos einen Kurs im Hochseil-Klettergarten besuchen.

"Die Grundlage für die Nutzung des Hochseilgartens bildet die Erlebnispädagogik. Neben der Hinwendung zur Natur geht es hier um Wagnis und Überwindung, Bewegung und Ausdauer, Gemeinsinn und Verantwortlichkeit, Abenteuer und Bewährung sowie Handeln in Grenzsituationen abseits vom Alltag. Die Erlebnispädagogik ist damit eine herausragende Methode, um soziales Lernen, die Teamfähigkeit und gegenseitige Anerkennung bei jungen Menschen zu fördern." (Quelle:http://www.jugendhof-idingen.de)

Da Bilder immer mehr sagen als Worte im Anschluss eine kleine Bildergalerie:

                              

Ohne Worte nach Alter sortieren ...und nicht runterfallen!

20 Leute, 15 Kisten und 25m Entfernung. Und nu???

Wer den Boden berührt war gehandicapt, mußte aber mit rüber!

Alle hoch ohne Hilfsmittel.

Gut wer da vertraut. Blind nach hinten fallen lassen.

Ein Turm aus Kisten, ohne Netz und doppelten Boden nur gehalten von den Klassenkameraden.

Für die Kids waren es drei tolle Tage. Sie haben gelernt, sich gegenseitig zu vertrauen und eigene Grenzen kennen zu lernen und zu überschreiten. Und am Ende waren fast alle in den höchsten Höhen und dabei glücklich und zufrieden mit der eigenen Leistung. Auch in diesem Schuljahr werden wir mit zwei Klassen an diesem Projekt teilnehmen.

 

 

 

Einer am Seil und vier halten fest.

In diesem Sinne gilt unser Dank dem Kreispräventionsrat des Landkreises SFA für die Finanzierung der Tage in Idingen und dem tollen Team des Jugendhofes für den angenehmen Aufenthalt dort.